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Episode 2: Schneesturm, Agenten & der heilige Gral der KI – geheime Projekte & Vibe Coding | KI Podcast

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5 Min. Lesezeit • 11.01.2026

Während draußen der Schneesturm tobt, wird im Mangoblau-Studio über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz diskutiert. Dennis Westermann und Axel Berger treffen sich persönlich, um über die neuesten Entwicklungen zu sprechen – von KI-Agenten, die tatsächlich funktionieren, bis hin zu automatisierten Workflows, die ganze Arbeitsabläufe revolutionieren. Was vor einem halben Jahr noch wie Science-Fiction klang, ist heute Realität geworden.

KI-Agenten: Vom Versprechen zur Wirklichkeit

Axel hatte vor einigen Monaten noch gesagt, KI-Agenten seien wie Teenager-Sex – alle behaupten, sie hätten ihn, aber keiner hat ihn wirklich. Doch jetzt hat sich die Situation grundlegend geändert. Dennis hat ein funktionierendes Agenten-Orchester entwickelt, bei dem spezialisierte KI-Agenten zusammenarbeiten. Das System besteht aus einem Dirigenten, mit dem der Nutzer kommuniziert, und dahinter arbeiten 5 bis 10 spezialisierte Agenten parallel. Beim Coding übernimmt einer das Frontend, ein anderer das Backend, weitere kümmern sich um Server, Tests und Validierung. Die Agenten arbeiten in Endlosschleifen: Sie probieren Code aus, testen ihn, und wenn etwas nicht funktioniert, beginnen sie von vorne. Was normalerweise 55 Arbeitsstunden dauern würde, schafft Dennis mit diesem System in anderthalb Stunden.

Autobiografien aus der KI-Werkstatt

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Leistungsfähigkeit dieser Agentenorchestierung ist die automatisierte Erstellung von Biografien. Dennis hat das Coding-Orchester für ein Autoren-Array umgebaut: Sechs bis sieben Webcrawler recherchieren parallel zu unterschiedlichen Themen, schreiben seitenweise Berichte, die dann von weiteren Agenten zusammengeführt werden. Während ein Agent Kapitel 1 schreibt, kontrolliert ein anderer bereits die Qualität, und ein dritter beginnt mit Kapitel 2. Die Durchlaufzeit für eine komplette Autobiografie mit 150 bis 200 Seiten liegt bei etwa zwei Stunden. Axel testete die Ergebnisse und war beeindruckt von der Qualität – die Texte sind so gut, dass sie kaum von menschlich verfassten Biografien zu unterscheiden sind.

Spezialisierte Agenten für jeden Bereich

Das Prinzip der Agentenorchestierung lässt sich auf nahezu jeden Bereich übertragen. Dennis hat mittlerweile 17 spezialisierte Rechtsanwalts-Agenten entwickelt, die juristische Fragen diskutieren. Jeder Agent hat einen eigenen Charakter – einer ist streitsüchtig, ein anderer vermittelnd. Sie diskutieren miteinander, zitieren Paragraphen und Gerichtsurteile und präsentieren am Ende mehrere rechtssichere Optionen. Auch für Recherchen, Steuerberatung oder Medizin sind solche Systeme denkbar. Die Halluzinationen, die früher ein Problem waren, werden durch mehrfache Kontrollen auf ein Minimum reduziert – die Fehlerquote liegt bei etwa 5 Prozent, vergleichbar mit menschlicher Arbeit.

Neue Entwicklungen und Ausblicke

Neben den Agenten-Systemen wurden auch andere Entwicklungen besprochen: OpenAI hat ChatGPT Health angekündigt, einen medizinischen Assistenten, der mit über 260 Ärzten entwickelt wurde. In den USA bereits auf der Warteliste verfügbar, kann das System Blutwerte analysieren, an Medikamente erinnern und auf Wechselwirkungen hinweisen. In Europa ist der Dienst noch nicht verfügbar. Auch Googles Videogenerator VEO 3.1 ist jetzt in Gemini integriert und erzeugt Videos, die kaum noch von echten Aufnahmen zu unterscheiden sind. Die beiden Hosts suchen weiterhin nach Sponsoren für ihre geplante China-Reise und rufen die Community auf, sich mit App-Ideen oder Softwareproblemen zu melden – Dennis ist bereit, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Die wichtigste Erkenntnis dieser Episode: KI-Agenten sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern funktionieren bereits heute – wenn man weiß, wie man sie richtig orchestriert.


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