Episode 32: 600.000 Amazon-Jobs weg? Diese KI-Revolution betrifft 60% ALLER Berufe – bist du vorbereitet? | KI Podcast
5 Min. Lesezeit • 26.10.2025
Die Zahlen sind alarmierend: Amazon plant bis 2033 den Abbau von bis zu 600.000 Stellen in den USA durch KI-gesteuerte Roboter und Automatisierung. Bereits 2027 sollen die ersten 160.000 Jobs wegfallen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Dennis Westermann und Axel diskutieren in dieser intensiven Folge die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und persönlichen Auswirkungen der KI-Revolution – und warum Angst der falsche Ratgeber ist.
Die Automatisierungswelle rollt schneller als erwartet
Die Dimension der Veränderung wird erst beim genauen Hinsehen deutlich. Amazon will 75% seiner Warenlager-Logistik automatisieren – ein Schritt, der Hunderttausende Schicksale betrifft. Menschen mit Familien, Hypotheken und Zukunftsplänen. Doch Amazon ist kein Einzelfall. Eine aktuelle Studie der Jobplattform Indeed zeigt: In vielen Berufen können bereits heute 40 bis 80% der Aufgaben durch Künstliche Intelligenz übernommen werden. Besonders betroffen sind Softwareentwicklung (81% hybride Transformation), Datenanalyse, Buchhaltung und Marketing. Weniger stark automatisierbar bleiben vorerst Kinderbetreuung, Krankenpflege und handwerkliche Berufe.
Die Entwicklung folgt einer exponentiellen Kurve. Während das mooresche Gesetz jahrzehntelang eine Verdoppelung der Computerleistung alle zwei Jahre vorhersagte, hat sich diese Verdoppelung in den letzten Monaten auf nur vier Monate verkürzt. Was bedeutet das für Prognosen, die von linearem Wachstum ausgehen? Sie sind vermutlich bereits überholt.
Vom Jobverlust zur Chance: Ein Paradigmenwechsel
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob die Automatisierung kommt, sondern wie wir damit umgehen. Dennis und Axel diskutieren verschiedene Lösungsansätze: bedingungsloses Grundeinkommen, Maschinensteuer, privatisierte Robotergenossenschaften. Die Vision einer Gesellschaft, in der Menschen nicht mehr durch Arbeit definiert werden, sondern durch Kreativität, Fürsorge und Selbstverwirklichung.
Ein Gedankenexperiment macht die Dimension deutlich: Was würdest du tun, wenn du morgen 3.000 Euro monatlich erhieltest – ohne Arbeitszwang? Die meisten Menschen haben darauf keine spontane Antwort. Genau hier liegt die Herausforderung: Wir müssen neu lernen, was uns wirklich antreibt. Nicht jeder träumt vom klassischen Karriereweg. Manche würden Bäume pflanzen, andere in der Pflege arbeiten, wieder andere kreativ tätig sein. Die Gesellschaft könnte sich vom Leistungsdruck hin zu echter Sinnstiftung entwickeln.
Der Prompt der Woche: Deine persönliche Zukunftsberatung
Um die eigene Zukunft aktiv zu gestalten, empfehlen Dennis und Axel einen strukturierten Ansatz mit KI-Unterstützung. Der Prompt der Woche lautet: "Du bist ein erfahrener Life Coach und Zukunftsberater, spezialisiert auf Menschen, deren Beruf durch KI gefährdet ist. Analysiere mich Schritt für Schritt: Erstelle eine Übersicht meiner wichtigsten Fähigkeiten, ermittle meine inneren Motivatoren, nenne mir 3-5 Berufsfelder, in denen KI unterstützt statt ersetzt, beschreibe notwendige Kompetenzen und gib mir einen konkreten Entwicklungsplan für die nächsten 6-12 Monate."
Die wichtigste Erkenntnis dieser Episode: Angst lähmt, Neugier befreit. Wer sich jetzt mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz auseinandersetzt, seine eigenen Stärken reflektiert und mutig neue Wege geht, hat die besten Chancen in einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor. Die KI-Revolution ist nicht aufzuhalten – aber sie kann gestaltet werden.
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