← Episode 33: Sora 2 - P0RN0-GPT & der Tod des Internets – Wenn KI völlig durchdreht!

Episode 33: Sora 2, KI-generierter Content & das Ende des Internets – KI Podcast

3 Min. Lesezeit

5 Min. Lesezeit • 19.10.2025

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz erreicht eine neue Dimension: KI-generierter Content überschwemmt das Internet in einem Tempo, das selbst Experten überrascht. Eine aktuelle Studie der Oxford University zeigt alarmierende Zahlen zur Zukunft digitaler Inhalte. Gleichzeitig revolutionieren neue Video-KI-Tools wie Sora 2 und Veo 3.1 die Content-Produktion – mit weitreichenden Konsequenzen für Kreative, Unternehmen und die gesamte digitale Infrastruktur.

KI-Content übernimmt das Internet

Die Zahlen sind dramatisch: Während 2020 nur etwa 5% der Internet-Inhalte KI-generiert waren, erreichte dieser Anteil im Mai 2025 bereits 48%. Die Oxford-Studie prognostiziert für 2026 einen Anteil von über 90%. Der Grund liegt auf der Hand: Ein KI-generierter Artikel kostet etwa einen Cent, während menschlich erstellter Content zwischen 10 und 100 Dollar kostet. Diese Kosteneffizienz führt zu einer exponentiellen Zunahme von sogenanntem "AI Slop" – maschinell erzeugten Inhalten, die das Netz fluten.

Das Problem verschärft sich selbst: KI-Systeme trainieren zunehmend mit KI-generierten Daten, da menschlicher Content immer schwerer zu identifizieren ist. Diese Entwicklung könnte das Wachstum der KI-Intelligenz verlangsamen, da die Systeme bereits den Großteil des verfügbaren menschlichen Contents verarbeitet haben. Dennis betont die Notwendigkeit, trotzdem Websites zu betreiben – als Datengrundlage für zukünftige KI-Suchsysteme wie ChatGPT, die Google zunehmend ablösen.

Sora 2 und die Video-Revolution

Die neueste Generation von Video-KI-Tools setzt neue Maßstäbe. Dennis testete Sora 2 Pro über die Plattform LoveArt.AI und zeigte sich beeindruckt: Videos von tanzenden Menschen in der Wüste sind von echten Aufnahmen nicht mehr zu unterscheiden. Selbst bei Frame-für-Frame-Analyse bleiben Hände, Bewegungen und Details perfekt. Google kontert mit Veo 3.1, das ebenfalls hochwertige Videogenerierung ermöglicht – bis zu 25 Sekunden pro Clip.

Die Qualität erreicht ein Niveau, bei dem selbst Experten Schwierigkeiten haben, KI-Content zu erkennen. Ein virales Beispiel ist "Poundcake", eine angeblich übergewichtige ägyptische Nacktkatze auf Diätreise – komplett KI-generiert, aber von Tausenden für echt gehalten. Diese Entwicklung wirft ernste Fragen zur Medienkompetenz auf, besonders bei jüngeren Nutzern, die zwischen Real und Fake kaum noch unterscheiden können.

Kontroverse Entwicklungen und Zukunftsaussichten

OpenAI-CEO Sam Altman kündigte einen "Erwachsenenmodus" für ChatGPT an, der auch erotische Inhalte generieren kann – ein kontroverser Schritt mit unabsehbaren Folgen für die Content-Industrie. Parallel dazu entwickelt Google Gemini 3.0 Pro, das künftig auch Musik komponieren und Betriebssysteme simulieren soll. Die Grenzen zwischen verschiedenen Content-Formen verschwimmen zunehmend.

Für die Praxis empfiehlt Dennis einen cleveren Ansatz: KI-Systeme als Interview-Partner nutzen, die strukturiert Fragen stellen – etwa bei der Website-Planung oder Softwareentwicklung. Statt selbst alle Details zu durchdenken, lässt man sich von ChatGPT oder Claude systematisch durch den Prozess führen. Das Ergebnis: professionelle Konzepte in Bruchteil der üblichen Zeit. Die Zukunft gehört denen, die KI als intelligenten Assistenten einsetzen, während gleichzeitig die Fähigkeit wächst, echten von künstlichem Content zu unterscheiden.


🎧 Jetzt die komplette Folge hören:

Hör die ganze Episode auf 2mic1hal.de, Spotify oder Apple Podcasts – oder überall, wo es Podcasts gibt.