KI für Unternehmer 2026: ChatGPT 5.3, Claude Cowork, Grok 4.2 & Trading mit künstlicher Intelligenz - Episode 3
5 Min. Lesezeit • 18.01.2026
Die KI-Landschaft entwickelt sich rasanter als je zuvor. Während Systeme wie Grok 4.2 mathematische Rätsel lösen, für die Menschen Jahre benötigen, arbeitet Claude Code bereits an seiner eigenen Weiterentwicklung. Dennis Westermann wirft in dieser Episode einen ehrlichen Blick auf die aktuellen Entwicklungen – von neuen Features bis hin zu den großen Fragen unserer Zeit.
Grok 4.2 und die Grenzen der Kontrolle
Das neue Mystery-Modell Grok 4.2 von xAI sorgt für Aufsehen in der Tech-Community. Das System löst komplexe mathematische Probleme in wenigen Minuten, für die selbst die klügsten Köpfe der Wissenschaft Jahre benötigen. Das Beunruhigende: Niemand kann nachvollziehen, wie das System zu seinen Ergebnissen kommt. Dennis beschreibt es als "Teleportation zum Ergebnis" – das Modell überspringt alle nachvollziehbaren Zwischenschritte.
Parallel dazu gibt das US-Verteidigungsministerium bekannt, Grok 4.2 für die Automatisierung von Drohnen und militärischen Systemen einzusetzen. Die Kombination aus unkontrollierbarer Intelligenz und militärischer Anwendung wirft fundamentale Fragen auf. Dennis zieht den Vergleich zu klassischen Science-Fiction-Szenarien und fragt: "Wie können wir glauben, dass wir dieses Modell kontrollieren können, wenn kein Mensch schlau genug ist, um zu verstehen, wie es dahin kommt?"
Claude Cowork: Der KI-Assistent auf dem Desktop
Anthropic erweitert sein Angebot mit Claude Cowork, einem Feature, das KI-Assistenz direkt auf den lokalen Rechner bringt. Das System kann auf Ordner zugreifen, Dateien sortieren, umbenennen und sogar Reisekostenabrechnungen erstellen. Dennis nutzt die Technologie bereits intensiv und berichtet von beeindruckenden Ergebnissen: "Das ist quasi Claude Code für normale Menschen."
Die Entwicklung geht noch weiter. Ein Chefentwickler von Anthropic bestätigte kürzlich, dass Claude Code mittlerweile an seiner eigenen Weiterentwicklung arbeitet. Dennis beobachtet zehn Versionssprünge innerhalb einer Woche – eine Geschwindigkeit, die zuvor undenkbar war. Seine selbst entwickelten Agenten-Systeme optimieren sich mittlerweile eigenständig, ohne dass er die Verbesserungen im Detail nachvollziehen kann.
ChatGPT Go und die Zukunft der Monetarisierung
OpenAI plant mit ChatGPT Go eine neue Preisstufe für etwa 8 Euro monatlich – eine Zwischenlösung zwischen der kostenlosen Version und dem 20-Euro-Abo. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, Werbung in die kostenlosen und günstigeren Versionen zu integrieren. Dennis sieht darin ein bekanntes Muster: "Du sorgst erstmal dafür, dass du eine Durchsetzung des Marktes hast, und dann irgendwann sagt man, OK, Schalter umlegen."
Auf der Alpha Arena, einer Plattform für KI-Trading-Experimente, treten verschiedene Sprachmodelle gegeneinander an. Jedes System erhält 10.000 US-Dollar virtuelles Kapital und versucht, durch Trading Gewinne zu erzielen. Das neue Grok-Modell führte zeitweise die Rangliste an – ein Hinweis darauf, wie vielseitig diese Systeme bereits einsetzbar sind.
Vibe Coding und die neue Kreativität
Dennis stellt seine neue Plattform Vibe Coding Germany vor, ein Forum für Entwickler und KI-Enthusiasten. Das Projekt "Humans Only", ein Social-Media-Netzwerk ausschließlich für Menschen, steht bereits in den Startlöchern. Die Herausforderung: KI-generierten Content zuverlässig auszuschließen. Dennis arbeitet nicht mehr direkt an Produkten, sondern an Systemen, die Produkte erstellen – eine Metaebene der Entwicklung.
Die zentrale Erkenntnis der Episode: Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Systeme entwickeln sich selbst weiter, optimieren ihre eigenen Prozesse und übernehmen Aufgaben, die wir nicht mehr vollständig verstehen. Die Frage ist nicht mehr, ob künstliche Intelligenz unser Leben verändert, sondern wie wir mit dieser Veränderung umgehen. Dennis appelliert: Wer jetzt nicht einsteigt, verliert den Anschluss. Die Luft wird dünner für alle, die das Thema ignorieren.
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